Australien 2006

Monday, March 20, 2006

in Cobber Pedy

Hallo zusammen

Wir sind vor zwei Tagen gluecklich und zufrieden in Coober Pedy angekommen. Die 550 Kilometer von Port Augusta hierher waren extrem schoen. Wir sind vom Outback begeistert und empfinden die langen Strecken ueberhaupt nicht langweilig! Es ist sogar erstaunlich wie oft die Landschaft wechselt.

Zweimal campten wir wild etwa 200-300 Meter von der Strasse irgendwo im Busch. Es war herrlich! Extrem ruhig und friedlich. Wir radelten etwa 130-150 Kilometer pro Tag. Und dies ziemlich locker. Es war ziemlich flach und wir hatten meistens einen guten Rueckenwind. Von Glendambo nach Coober Pedy war unser einsamstes Stueck. 260 Kilometer mit nichts und wiedernichts. Wir schleppten 20 Liter Wasser mit uns (fuer 2 Tage). Und dies war auch noetig. Die Temperaturen bewegten sich zwischen 28 und 32 Grad. An der prallen Sonne zeigte unser Thermometer jedoch 42 Grad. Und wir waren eigentlich immer an der prallen Sonne....

Die groesste Plage sind die vielen Fliegen! Lukas hatte einmal ueber 100 Fliegen auf seinem Ruecken. Und nochmals soviel um seinen Kopf. Wie laestig diese sind. Ist unglaublich. Versuchen staendig in die Ohren und die Nase zu gelangen. Wir radeln deshalb oft mit Kopfnetz, was fuer die vorbeifahrenden Autofahrer sicherlich lustig aussieht. Ab und zu haelt einer und plaudert ein wenig mit uns.

Das zweite (kleinere) Probleme sind die Dornen. Eines Abends, als wir uns in die Buesche zum Zelten schlugen fuhren wir aus Versehen mit in einen Dornen-Garten und kassieren natuerlich wiedermal einen platten Reifen! Selber Schuld.......

30 Kilometer vor Cobber Pedy geschah dann leider ein Missgeschickt. Eine Speiche brach auf der Kranzseite. Und das ist definitiv nicht gut. Nur mit einem speziellen Werkzeug kriegst Du den Kranz am Hinterrad ab um die neue Speiche einzuspeichen. Und dies ist eher eine aufwaendig Geschichte und wir hatten dies noch nie gemacht. Wir standen also ziemlich dumm um unser Tandem herum......Zum guten Glueck hatten wir eine Kevlar-Notspeiche dabei, welche Lukas dann auch montierte. Die restlichen 30 Kilometer nach Cobber Pedy fuhren wir ohne groesseren Probleme. Leider gibt es in Coober Pedy aber keinen Rad-Mechaniker. Entweder 550 Kilometer suedlich in Port Augusta oder 600 Kilometer noerdlich in Alice Springs. Nun gut! Wir haben ja ein Notfall Kranzabzieher dabei und viel, viel Zeit! Am naechsten Tag wurde also gemacht. Lukas nutzte die Kuehle des Morgens aus und fing mit der Mecherei an. Erstaunlicherweise kam der Zahnkranz beim ersten Versuch ab (mit einem kleinen Werkzeug....SUPER!). Doch als er die Speiche einfaedeln wollte merkte er, dass die Trommelbremse auf der anderen Seite des Rades im Weg war. Und dieses Ding kriegen wir leider nicht ab. Trotz der Hilfe vom Zeltplazbesitzer waren wir ohne Erfolg......so eine SCHEI.....Der Gang in die Autogarage war dann erfolgreich. Mit einem Luftdruckbohrer ging dann das Ding Weg. JUPPIIIE! Speiche einfaedeln, zentrieren und fertig war das Rad! Die Trommelbremse haben wir nicht mehr moniert, da wir das Ding ja im Notfall nicht mehr wegkriegen. Und es ist ja eh alles Flach und auf eine dritte Bremse koennen wir momentan gut verzichten.

Nach etwa 5 Stunden Schwitzerei war das Tandem dann wieder fahrtuechtig und wir haben uns eine Erfrischung im zeltplaty-eigenen Pool verdient.

Am Abend machten wir mit dem Zeltplatz-Inhaber eine Tour zu den Breakaways, einer fantastischen Wuestenlandschaft. Wir schauten uns die Sonnenuntergang an und er erklaerte uns viel ueber den Sternenhimmel. Ja, der Sternenhimmel hier draussen ist einfach fantastisch. Keine Lichtverschmutzung, keine Baeume die die Sicht verhindern. Einfach fantastisch.

Heute besuchten wir dann eine Opal-Mine. Coober Pedy ist ja das Opal-Zentrum von Australien und es wird gegraben wie wild.

Und nun muessen wir fuer die naechsten 6 Tage einkaufen gehen. Morgen geht uns Tandemreise naemlich weiter nach Alice Springs!

Herzliche Gruesse

Lukas und Edith

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