Australien 2006

Tuesday, March 28, 2006

in Alice Springs

Juppiee, wir sind nun in Alice Springs eingeradelt. Ein wirklich "geiles" Gefuehl nach sooo vielen Kilometern durch das australische Outback.

Nachdem wir Cooper Pedy verlassen hatten, radelten wir gleich mal 160 Kilometer zum naechsten Roadhouse "Cadney Homestaed", wo wir uns lange mit zwei Australiern unterhielten. Am Abend besuchten wir natuerlich die Bar und wurden gleich zum Bier eingeladen.

Ein eher kurzer Radtag nach Marla mit 80 Kilometer folgte. Die Fahrt war auesserst zermuerbend. Wir hatten starken Gegenwind und es ging staendig leicht bergan. Die Temperatur war jedoch mit ca. 36 Grad eher angenehm. Am Abend auf dem Zeltplatz trafen wir ein legendaeres pensioniertes Schweizer-Paar. Sie war komplett im Schweizer-Kreuz-Dress gekleidet. Dies passte natuerlich tiptop zu unserer Schweizerfahne auf dem Tandem. Ebenfalls war ein junges hollaendisches Paar neben uns, welches darauf bestand, dass wir auf ihren bequemen Outdoor-Sesseln einen Tee tranken. War schoen, mal nicht auf dem Boden zu sitzen :-) ... Als wir am Abend unsere Essens-Tasche schliessen wollten, merkten wir, dass eine kleine Maus sich drin versteckt hatte. Gluecklicherweise hatte sie noch keinen Schaden angerichtet!

Die naechsten zwei Etappen war knueppelhart. Es war heiss und wir hatten Gegenwind. Und Lukas ging es schlecht. Er hat irgendwie einen unfreundlichen Magenkaefer auf Besuch und hing ziemlich kapput ueber der Lenkerstange. Edith musste deshalb doppelt in die Pedale treten. Nach 130 Kilometer war dann aber genug. Bei einer Rest-Area stellten wir dann unser Zelt auf. Edith kochte und Lukas lag erschoepft auf der PickNick-Bank. Der Zufall wollte es, dass noch ein anderes Paar (ein Deutscher und eine Englaenderin) auf dieser Rest-Area uebernachten. Sie schenkten uns kuehles Pepsi-Cola. Wie herrlich! In der Nacht hatte Lukas Fieber und musste ein paar Dafalgan schlucken.

Wir hatten beide sehr schlecht geschlafen. Doch da wir irgendwo im Nichts waren, mussten wir weiter. Wir steuerten also das naechste Roadhouse an. Dies war "nur" 70 Kilometer entfernt. Wiederum machte uns Gegendwind zu schaffen. Ebenfalls war Lukas ein wenig geschwaecht. Doch auch dieser Tag ging vorueber. Beim Kulgera Roadhouse erholten wir uns dann am Nachmittag. Ein Bad im Pool, ein Schlaefchen am Nachmittag und die Welt sah schon ganz anders aus.

Die naechsten 3 Tage fuhren wir dann ueber Erldunda und Stuarts Well nach Alice Springs. Abgesehen von der fantastischen Landschaft, sind hier vorallem zwei Erlebnis erwaehnenswert. Einmal ueberholte uns ein Auto, kehrte, fuhr zurueck und gab uns eine kalte 1,5 Liter Cola-Flasche. Ein andermal, waehrend dem Mittagessen auf einer Rest-Area, hielt ein Schweizer-Paar (Sergio und seine Frau, aus Olten ZH) und schenkte uns fleissig kuehlen Apfelsaft ein. Wir unterhielten uns praechtig!

Natuerlich sahen wir auch viele Tiere. So zum Beispiel einen riesigen Goanna (eine Riesenechse) oder gewaltige Adler, welche die toten Tiere sauber auffressen (damit es nicht so stinkt).

Zusammengefasst hatten wir ein tolle Zeit! Sind viel geradelt, haben viel gesehen und haben tolle Bekanntschaften gemacht. Die naechsten 3 Tage gehen wir nun auf eine gefuerte Touri-Tour zum Ayers Rock, den Olgas und Kings Canyon. Wir freuen uns, fuer einmal nicht immer zu radlen, kochen, zeltaufstellen und planen. Einfach in den Bus sitzen und sich chauffieren lassen. Am Abend an den gedeckten Tisch sitzen und hoffentlich frische Produkte essen......das wird super!

Herzliche Gruesse aus Alice Springs

Lukas und Edith

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